Ordentliche Einbürgerungen

FAQ - häufig gestellte Fragen

Wann kann ich ein Einbürgerungsgesuch stellen?

Sie können ein Einbürgerungsgesuch stellen, wenn Sie seit mindestens zwölf Jahren in der Schweiz wohnen. Die Zeit zwischen dem 10. und dem 20. Altersjahr wird dabei doppelt gerechnet.

Sie müssen in der Schweiz sozial und kulturell integriert sein, die schweizerische Rechtsordnung beachten und dürfen die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährden.

Wer ist meine erste Anlaufstelle zum Thema Einbürgerungen?

Ihre Wohngemeinde berät Sie über die Voraussetzungen und das Einbürgerungsverfahren. Dort erhalten Sie auch das Gesuchsformular.

Wo erhalte ich das Gesuchsformular?

Das Gesuchsformular sowie alle notwendigen Beilagen erhalten Sie bei Ihrer Wohngemeinde. Es kann nicht online heruntergeladen und ausgefüllt werden.


Dem Gesuchsformular sind zusätzliche Dokumente im Original beizulegen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf folgendem Merkblatt Hinweise zur Einreichung des Einbürgerungsgesuches 
 

Kann ich das Einbürgerungsgesuch bereits vor Erfüllung der Wohnsitzfrist von 12 Jahren einreichen?

Nein. Die Wohnsitzfristen müssen bei Gesuchseingang erfüllt sein.

Wo muss ich das Einbürgerungsgesuch einsenden?

Nachdem Sie das Gesuch vollständig ausgefüllt und unterzeichnet haben sowie alle Beilagen zusammen haben, senden Sie die Unterlagen an:

Gemeindeamt
Abteilung Einbürgerungen
Wilhelmstrasse 10
Postfach
8090 Zürich

Das Gemeindeamt prüft am Schalter keine Gesuchsformulare auf Vollständigkeit und Korrektheit. Ca. innerhalb eines Monats bekommen Sie eine Eingangsbestätigung mit der Bitte um Nachreichung von fehlenden Unterlagen.
 

Wie lange dauert das Einbürgerungsverfahren?

Das Einbürgerungsverfahren dauert in der Regel etwa 1 bis 2 Jahre.

Wie viel kostet die Einbürgerung?

Die Kosten für die Einbürgerung setzt sich aus den Gemeindegebühren, den Kantonsgebühren und den Bundesgebühren zusammen.

Die Einbürgerungsgebühr ist in jeder Gemeinde verschieden. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Wohngemeinde.

Beim Kanton kostet die Einbürgerung für Personen unter 25 Jahren Fr. 250.00 und über 25 Jahren Fr. 500.00 pro Person. Miteinbezogene Kinder sind gratis.

Beim Bund kostet die Einbürgerung für eine minderjährige Person Fr. 50.00, eine volljährige Person Fr. 100.00 und für ein Ehepaar die gemeinsam ein Gesuch stellen Fr. 150.00. Miteinbezogene Kinder sind gratis. Die Gebühr wird durch Nachnahme erhoben.

Zusätzlich entstehen Kosten durch die Beschaffung der Unterlagen wie Wohnsitzbestätigungen, Strafregisterauszug usw. Es lohnt sich darum, sich vor der Einreichung des Gesuchs bei der Wohngemeinde beraten zu lassen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.
 

Muss ich eine Prüfung machen?

Seit dem 1.1.2015 müssen Bürgerrechtsbewerber einen Deutschtest absolvieren. Unter gewissen Voraussetzungen sind Sie jedoch von diesem dispensiert. Je nach Gemeinde müssen Sie auch einen Staatskundetest absolvieren. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über allfällige Prüfungen.
Die Niveaustufen für die Deutschkenntnisse sind:

  • mündlich B1.1
  • schriftlich A2.1
  • lesen A2.2
     

Darf ich Einträge im Betreibungsregisterauszug haben?

Es dürfen von den letzten fünf Jahren weder Verlustscheine (alle öffentlich-rechtliche als auch privatrechtliche) noch Betreibungen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder wegen ausstehenden Krankenkassenprämien bestehen.

Ich beziehe Sozialhilfe. Kann ich mich trotzdem einbürgern lassen?

Nein. Voraussetzung für die Einbürgerung ist, dass man sich mittels Einkommen, Vermögen und Rechtsansprüche gegenüber Dritten selber erhalten kann.

Es gibt Gemeinden, bei denen man auch in den letzten Jahren vor Gesuchseinreichung keine Sozialhilfe bezogen haben darf. Bitte fragen Sie dazu Ihre Wohngemeinde.

Ich beziehe Unterstützungsleistungen der AHV / IV / ALV, hat dies Auswirkungen auf mein Einbürgerungsgesuch?

Nein, AHV, IV und ALV sind Rechtsansprüche gegenüber Dritten und keine Sozialhilfe. Somit hat der Bezug keinen Einfluss auf das Einbürgerungsgesuch.

Es gibt Gemeinden, bei denen andere Anforderungen im Bezug auf ALV gelten. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Wohngemeinde.
 

Muss ich die Einbürgerungsunterlagen im Original einreichen, oder reicht eine Kopie?

Alle Gesuchsbeilagen müssen im Original eingereicht
werden.

Ausnahme: Ausländerausweis und Reisepass bitte als Kopie beilegen.

Was für Zivilstandsunterlagen muss ich einreichen?

Erkundigen Sie sich beim Zivilstandsamt Ihrer Wohngemeinde über die notwendigen Dokumente und deren Form.

Falls Sie bereits im Schweizer Personenstandsregister
(INFOSTAR) registriert sind, genügt ein aktueller Auszug davon.

Darf ich während dem Einbürgerungsverfahren umziehen?

Wenn Sie aus einer Gemeinde wegziehen bevor Ihnen das Gemeindebürgerrecht erteilt wurde, wird Ihr Gesuch abgeschrieben. Grundsätzlich gilt, dass Sie bis zur Erteilung des jeweiligen Bürgerrechts in der Gemeinde
bzw. im Kanton oder in der Schweiz wohnhaft sein müssen. Wenn Sie umziehen, müssen Sie die Wohnsitzfrist der neuen Wohngemeinde erfüllen und können das Gesuch erst dann wieder einreichen.

Muss ich Zivilstands- oder Adressänderungen melden?

Wenn Sie während dem Einbürgerungsverfahren umziehen, melden Sie uns bitte möglichst schnell die neue Adresse. Ebenso wenn Sie eine Zivilstandsänderung (Heirat, Scheidung, Geburt) haben. So können wir Ihr Gesuch entsprechend weiterbearbeiten ohne grosse Verzögerungen zu verursachen.

Ich habe einen Eintrag im Strafregister, kann ich mich trotzdem einbürgern lassen?

Nein, solange der Eintrag im privaten Strafregisterauszug ersichtlich ist, können Sie sich nicht einbürgern lassen. Auf dem privaten Strafregisterauszug sehen Sie das Datum, wann der Eintrag gelöscht wird.

Verliere ich bei einer Einbürgerung in der Schweiz mein bisheriges Bürgerrecht?

In der Schweiz gibt es keine Begrenzung der Staatsangehörigkeiten. Wenn Sie wissen möchten, ob Sie Ihr bisheriges Bürgerrecht verlieren, wenden Sie sich an die zuständige Botschaft Ihres Landes.